Seebäderschiff
"ROLAND" (1927-1944)


Bis zu ihrem Ende bewies die Tecklenborg-Werft ihre schiffbautechnische Vielseitigkeit und innovative Leistungskraft auf hohem Niveau. 1926 hatte der Norddeutsche Lloyd bei der Werft A. G. "Weser" in Bremen den 50 000 Bruttoregistertonnen großen Luxusdampfer "BREMEN" in Auftrag gegeben, für den eine neuartige Antriebsanlage mit Gasturbinen vorgesehen war. Tecklenborg entwickelte mit dem Seebäderturbinenschiff "ROLAND" den erfolgreichen Versuchstyp für die neue Antriebsanlage.

Die "ROLAND" lief am 16. März 1927 bei Tecklenborg unter der Baunummer 414 vom Stapel. Das hochmoderne Seebäderschiff, das 2400 Passagiere befördern konnte, wurde am 24. Mai 1927 an den Norddeutschen Lloyd abgeliefert und von Bremerhaven aus im Helgoland-Dienst eingesetzt. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die "ROLAND" zum Minensuchschiff umgerüstet. Am 21. April 1944 lief das Schiff bei Narwa in eine deutsche Minensperre und sank nach einem Minentreffer. 235 Menschen fanden dabei den Tod.

Technische Daten

Baujahr: 1927    
Verwendungszweck: Passagierschiff    
Takelung/Typ: Seebäderturbinenschiff    
Auftraggeber: Norddeutscher Lloyd Bremen    
Länge: 89,10 Meter    
Breite: 13,00 Meter    
Tiefgang: 3,12 Meter    
Bruttoraumgehalt: 2436 Bruttoregistertonnen    
Nettoraumgehalt: 1197 Nettoregistertonnen    
Tragfähigkeit: 360 Tonnen    
Antrieb: Zwei Getriebe-Dampfturbinen    
Maschinenleistung: 4850 PSw    
Geschwindigkeit: 18 Knoten    
Besatzung: 60 Mann    
Passagiere: 2400