Viermastbark "KRUSENSTERN"
(Ex-"PADUA") (1926-heute)


1926 gab die Hamburger Reederei Friedrich Laeisz bei der Tecklenborg-Werft die letzte frachtfahrende Viermastbark der deutschen Schifffahrtsgeschichte in Auftrag. Unter der Baunummer 408 erfolgte am 24. Juni 1926 der Stapellauf der "PADUA". Am 30. August 1926 begab sich die Viermastbark auf ihre Jungfernreise von Hamburg aus nach Talcahuano in Chile. Wie viele der "Flying P-Liner" der Reederei Laeisz wurde auch die "PADUA" vor allem in der Salpeterfahrt eingesetzt. Für ihre Jungfernfahrt brauchte sie 87 Tage. Als Frachtsegelschiff absolvierte die "PADUA" 16 Reisen nach Chile und Australien. 1935 diente sie als Filmkulisse für den französischen Film "Die Meuterei auf der Elsinore" nach Jack London, und später für den Film "Große Freiheit Nr. 7".

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die "PADUA" als Reparationsleistung an die UdSSR abgeliefert. In den darauffolgenden Jahren wurde sie überholt, modernisiert und als Hydrographieschiff eingesetzt. 1964 erhielt sie eine neue Maschine und wurde 1969 zum Ausbildungsschiff für Kadetten umgebaut. Seitdem ist sie unter dem Namen "KRUSENSTERN" für das Moskauer Ministerium für Fischwirtschaft mit dem Heimathafen Kaliningrad und einer Besatzung von 220 Mann als Ausbildungssegelschiff weltweit unterwegs. Heute ist die "KRUSENSTERN" das zweitgrößte Segelschiff der Welt.

Teschnische Daten

Baujahr: 1926    
Verwendungszweck: Frachtsegelschiff    
Takelung/Typ: Viermastbark    
Auftraggeber: Reederei Friedrich Laeisz, Hamburg    
Länge: 114,50 Meter    
Breite: 14,00 Meter    
Tiefgang: 7,80 Meter    
Bruttoraumgehalt: 3534 Bruttoregistertonnen    
Nettoraumgehalt: 1162 Nettoregistertonnen    
Tragfähigkeit: 1976 Tonnen    
Antrieb: 3400 Quadratmeter Segelfläche    
  Zwei Zweitakt-Vierzylinder Dieselmotoren    
Besatzung: 72 Mann