Schiffbaulexikon

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K

Kabine

Seit Beginn des 17. Jahrhunderts eingebürgertes Wort für die Wohnräume der Fahrgäste, Offiziere und Mannschaften an Bord eines Schiffes.
Heute häufig ersetzt durch die Bezeichnung Kammer.

Kahn

Kleines Flussfahrzeug für verschiedenartige Verwendung.

Kajüte

Wohnraum an Bord. Ursprünglich wohl nur die Kammer des Kapitäns, dann Wohnräume für Fahrgäste und Offiziere.

Kammer

Siehe Kabine.

Kiel

Der unterste Mittellängsverband des Schiffrumpfes.

Klasse

Güteklasse einer Klassifikationsgesellschaft hinsichtlich Bauausführung und Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung. Die von den Besichtigern zuerkannte Beschaffenheit wird durch bestimmte Buchstaben ausgedrückt und in Register und Zertifikate eingetragen. Die höchste vom Germanischen Lloyd erteilte Klasse wird durch den Vermerk 100 A/4 angegeben, weniger hochwertige Schiffe erhalten 90 A/3. Die Zahl vor dem A ist die Klassennummer, die sich auf den Unterhaltungszustand und die Materialstärke bezieht, die Ziffer unter dem A gibt die Dauer der Nachbesichtigungsperiode an.

Klassifikationsgesellschaft

Um Bauausführung und Erhaltungszustand eines Schiffes beurteilen und den Versicherungsgesellschaften gegenüber einen Gütemaßstab garantieren zu können, werden Seeschiffe nach den Bauvorschriften und unter Bauaufsicht einer anerkannten Klassifikationsgesellschaft gebaut und später in regelmäßigen Zeitabständen zur Neuerteilung einer Klasse besichtigt. Es besteht kein Zwang, die Klassifizierung eines Schiffes vornehmen zu lassen, die Versicherungsbedingungen für nicht klassifizierte Schiffe sind allerdings untragbar. Die Schiffe der Tecklenborg-Werft wurden von den Klassifikationsgesellschaften Bureau Veritas in Paris, Lloyd's Register of Shipping, London, oder Germanischer Lloyd, Berlin/Hambug klassifiziert.

Klüverbaum

Die über den Bug nach schräg oben hinausragende Spiere. Auf den Großseglern war der Klüverbaum die Verlängerung des Bugspriets.

Knoten

Zurückgelegte Seemeilen (sm) eines Schiffes je Stunde. 1 kn = 1 sm/h. Abgeleitet von den Knoten auf der Leine des Handlogs (Fahrtmessgerät), mit dem früher die Schiffsgeschwindigkeit ermittelt wurde.

Koje

Fest eingebautes Bett an Bord.

Kolbendampfschiff

Siehe Dampfer.

Kombüse

Kochstelle an Bord, ursprünglich ein Bretterverschlag an Deck.

Kondensation

Rückgewinnung von Wasser aus Dampf. Der zum Betrieb einer Dampfmaschine benötigte Dampf wird, nachdem er die Zylinder passiert hat, gekühlt. Durch die Kühlung wird aus Dampf wieder Wasser. Diesen Prozess nennt man Kondensation, das entstandene Wasser Kondenswasser. Die Kondensation dient der Energieeinsparung, da der Dampf nicht ungenutzt entweicht, sondern zumindest das aus ihm gewonnene Wasser wieder gewonnen werden kann. Dies ist besonders bei Seeschiffen wichtig, die nur einen begrenzten Vorrat an Süßwasser mitführen können. Es gibt zwei Arten der Kondensation, die Oberflächenkondensation (durch indirekte Kühlung) und die Einspritzkondensation (durch direkte Kühlung).

Kondensator

Behälter, in dem Dampf gekühlt wird und sich niederschlägt (Kondensation). Bei der Oberflächenkondensation ein Behälter, der von zahlreichen dünnwandigen Röhren durchzogen ist, durch die Kühlwasser fließt.

Konstruktionswasserlinie

Abkürzung: CWL oder KWL. Die für die Entwurfsrechnung eines Schiffes festgelegte Schwimmwasserlinie. Sie entspricht der des normal beladenen Schiffes.

Kreuzmast

Der hinterste Mast eines Vollschiffes.

Kriegsschiff

Ein Kriegsschiff ist ein Seekampfmittel, und zwar auf kleinstem Raum mit größter Kraftkonzentration. Es führt die Kriegsflagge, seine Besatzung ist militärisch organisiert. An der Silhouette ist ein Kriegsschiff leicht von einem Handelsschiff zu unterscheiden. Es ist langgestreckt und niedrig; man sieht Geschütztürme und Feuerleitstände und viele Radarantennen. Die wichtigsten Aufbauten stehen um den Hauptmast. Der Anstrich ist in allen Marinen grau mit unterschiedlichen Tönungen. Je nach der Verwendung gibt es verschiedene Kriegsschiffstypen (siehe auch Minensuchboot, Unterseeboot, Hilfskreuzer, Tender).

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